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21. November 2021

Wohnen als Grundrecht

Wohnen als Grundrecht

Statt Notunterkünfte – Kommunales Bauen

Wohnen als Grundrecht

Zwei Veranstaltungen für ein bezahlbares Berlin

Donnerstag, 4. November 2021
Diskussionsveranstaltung online Wohnen als Grundrecht – Notunterkünfte sind keine Dauerlösung mit Freya Bulgurcu von der Bahnhofsmission am Zoo und Julie Dorstewitz vom Kälteschutz im Mehringhof

Freitag, 19. November 2021
Diskussionsveranstaltung online Kommunales Wohnen - Perspektive für ein bezahlbares Berlin? mit Justin Kadi vom Institut für Raumplanung der Technischen Universität Wien und Philipp Möller von der Initiative Neuer Kommunaler Wohnungsbau

Moderation: Matthias Coers

Um Anmeldung über das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung wird gebeten.

Kommunales Wohnen

Eine Perspektive für ein bezahlbares Berlin?!

Fr., 19.11.2021, 19 bis 20:30 Uhr

Bezahlbar und gut zu wohnen ist einer der größten Wünsche der Berliner*innen. Doch der Druck auf den Wohnungsbestand ist groß und was gebaut wird, ist oft für die Mehrheit nicht leistbar.

Das Kommunale Bauen, orientiert am Wiener Gemeindebau, könnte hier eine Lösung sein.

Der Berliner Wohnungsmarkt befindet sich in einer tiefen Krise. Die Mieten stiegen im vergangenen Jahrzehnt exorbitant. Trotz wachsenden Wohnungsbauzahlen mangelt es an preisgünstigen Wohnungen für die breite Masse der Berliner Bevölkerung. Nach wie vor entstehen vor allem Luxuswohnungen und Bürogebäude statt leistbare Wohnungen. Laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen müssen in den kommenden Jahren knapp 200.000 neue Wohnungen gebaut werden. Eine riesige Herausforderung und zugleich eine Chance für Berlin, sich zu einer sozialeren Stadt zu entwickeln.

In der Veranstaltung wollen wir zeigen, wie es historisch zu dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Berlin gekommen ist und warum so wenig bezahlbar gebaut wird. Welche Instrumente gibt es, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und welche Rolle könnten die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften spielen? Welche Schritte wären nötig, um den Wohnungsbau als soziale Infrastruktur zu gestalten?

Die Stadt Wien wird in den vergangenen Jahren immer wieder als Vorbild für eine alternative Wohnungspolitik ins Gespräch gebracht. Der Wiener Gemeindebau steht dabei im Zentrum unserer Betrachtung. Was kann Berlin vom Kommunalen Wohnen in Wien und Österreich lernen? Wie funktioniert die Wiener Wohnraumversorgung und welche Grenzen hat sie?

Justin Kadi, Assistenzprofessor am Institut für Raumplanung der Technischen Universität Wien
Philipp Möller, Redakteur des Mieter Echos, Zeitschrift der Berliner Mieter Gemeinschaft e.V., zweitgrößte Berliner Mieterorganisation, unter anderem aktiv in der Initiative „Neuer Kommunaler Wohnungsbau“ (INKW)

Heinrich-Böll-Stiftung:
https://calendar.boell.de/de/event/kommunales-wohnen-perspektive-fuer-ein-bezahlbares-berlin

Wohnung als Grundrecht

Notunterkünfte sind keine Dauerlösung

Do., 4.11.2021, 19 bis 20:30 Uhr

Der Winter steht bevor und die Misere, in der Menschen in Obdachlosigkeit leben, kündigt sich erneut an. Was kann aus der letzten Kältesaison gelernt werden, um die Zumutungen des Lebens auf der Straße in Zukunft besser abzumildern?

Der Oktober bringt bereits die ersten kalten Herbstnächte mit sich – die Wintermonate kündigen sich an. Auch wenn es nach wie vor nur grobe Schätzungen gibt, wie viele Menschen in Berlin wohnungs- und obdachlos sind, wird es auch in diesem Jahr eine Herausforderung, die benötigten Kapazitäten für Notunterkünfte bereitzustellen.

Doch die gesellschaftliche Verantwortung müsste auf eine ganz andere Weise getragen werden. Notunterkünfte bringen das Dilemma mit sich, dass einerseits akute Not gelindert wird, andererseits die Schaffung von genügend leistbaren Wohnungen, die so bitter benötigt werden, auf Dauer auszubleiben scheint.

Mit den Referentinnen Freya Fremder von der Bahnhofsmission am Zoo und Julie Dorstewitz vom Kälteschutz im Mehringhof soll den folgenden Fragen nachgegangen werden:

Wie haben obdachlose und wohnungslose Menschen den letzten Winter und das Jahr überstanden? Wie ist die Einschätzung für den bevorstehende Kälteperiode? Wie können die Probleme in Zukunft minimiert werden? Was sind die drängendsten Probleme und Lösungsmöglichkeiten?

Freya Bulgurcu arbeitet seit Jahren in der Bahnhofsmission am Zoologischen Garten, wo täglich bis zu 600 hilfesuchende Menschen versorgt werden.
Julie Dorstewitz ist seit Jahren aktiv beim Kälteschutz im Mehringhof, einer Notübernachtung für Wohnungslose. Sie arbeitet als Sozialpädagogin in der Kinder- und Jugendhilfe.
Matthias Coers lebt und arbeitet als unabhängiger Filmemacher und Soziologe in Berlin. Als freiberuflicher Journalist und Kameramann produziert er Fotos, Texte, Videos und Ausstellungen. www.zweischritte.berlin

Heinrich-Böll-Stiftung:
https://calendar.boell.de/de/event/wohnung-als-grundrecht

foto|mc
Blick auf die neugebaute Seestadt Aspern in Wien