14. Juli 2016
Weddinger Kinderfarm

Video und Veranstaltungsbericht
Engagierte Jugendarbeit als Teil der städtischen Nachbarschaft.
// Vorbemerkung //
Einige Tage nach der von Hände weg vom Wedding organisierten Veranstaltung gab es Kritik an Positionen der bisherigen Betreiber der Kinderfarm.
Peter Nowak hat hierzu am 13. Juli 2016 einen aufklärenden Beitrag veröffentlicht: “Stellungnahme zur Weddinger Kinderfarm – Aus aktuellem Anlass möchte ich kurz dazu Stellung nehmen, wie es zur Einladung von Mitarbeiter_innen der Weddinger Kinderfarm auf der Infoveranstaltung zu Mieten- und Arbeitskämpfen auf der Sommerparty des Bündnisses „Hände weg vom Wedding“ am 8.7. im Subversiv kam. Ich wurde von einem Gewerkschaftskollegen auf die drohende Räumung der Weddinger Kinderfarm aufmerksam gemacht. Der wiederum kennt den Mitbegründer der Kinderfarm Siegfried Kühbauer als Vorsitzenden des AK Kinder- und Jugendarbeit bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Berlin. Dort ist Kühbauer immer wieder als vehementer Kritiker der Berliner Kürzungspolitik bei der Kinder- und Jugendarbeit hervorgetreten. Andere politische Implikationen waren mir nicht bekannt. Ich habe dann wenige Tage vor der Räumung, als auch unmittelbar nach der Räumung Artikel im Neuen Deutschland (http://peter-nowak-journalist.de/2016/06/21/nach-der-raumung-ist-vor-dem-protest/) und der Taz (http://peter-nowak-journalist.de/tag/kinderfarm-wedding/) dazu geschrieben. Für mich stellte sich der Konflikt als der Kampf eines sozialen Projektes gegen seine Verdrängung dar. Nach der Räumung erfolgte die Einladung zu der Veranstaltung, weil es sich um ein Projekt handelt, das fast drei Jahrzehnte im Wedding gearbeitet hat und daher ein aktuelles Beispiel für einen Kampf gegen soziale Verdrängung im Stadtteil aufzeigen sollte. Weder das Filmteam der Mietrebellen, die Erwerbslosengruppe Basta noch die Stadtteilinitiative Hände weg vom Wedding kannten vorher die Kinderfarm und waren nicht an der Einladung beteiligt.
Von antiemanzipatorischen Inhalten von wem auch immer distanziere ich mich. Wären die hier geäußerten Vorwürfe gegen Mitarbeiter_innen der Kinderfarm vorher bekannt gewesen, hätte sich die Frage der Unterstützung anders gestellt.” //
Im Rahmen der Veranstaltung ‘Mieten runter, Löhne und Gehälter hoch – Alltagswiderstand am Beispiel des Wedding’ wurde das hierzu erstellte Video zum ersten Mal aufgeführt.
Im voll besetzten Subversiv am Rosenthaler Platz erläuterte auf Einladung der Stadtteilgruppe Hände weg vom Wedding der Journalist Peter Nowak einführend die Bedeutung von Arbeitskämpfen im prekären Bereich einerseits und andererseits die Bedeutung der neuen Stadtkämpfe.
Aktive der Weddinger Kinderfarm beschrieben ihre aktuelle Situation und forderten zur Solidarität mit ihrem Anliegen auf.
Eine Vertreterin der Erwerbsloseninitiative BASTA! führte in die Arbeitsweise der Gruppe ein, berichtete von Aktionen, z.B. der ”Beschlagnahmung“ einer Ferienwohnung und betonte die Notwendigkeit von Organisierung.
Mit Videos und Fotos mit Schwerpunkt auf Auseinandersetzungen im Wedding, u.a. zu den Themen öffentliche Räume, Mieterwiderstand und Zwangsräumungen illustrierte der Filmemacher und Soziologe Matthias Coers jüngste stadtpolitische Kämpfe. Er betonte am Beispiel von Berlin die Entwicklungsansätze einer neuen städtischen Solidarität als ein bedeutsames Mittel, um der global in den urbanen Zentren zunehmenden Ausbeutung durch hohe Wohnkosten entgegentreten zu können.
Zum Video:
Produktion und Schnitt: zweischritte.berlin
Kameras und Text: Weddinger Kinderfarm und Freund_innen
Gastauftritt: Tiere aus Glotz den ApoCarlypso
Die vollständige Pressemitteilung findet sich auf der Facebook-Seite der Weddinger Kinderfarm:
http://www.facebook.com/WeddingerKinderfarm.de
http://haendewegvomwedding.blogsport.eu
http://peter-nowak-journalist.de
http://basta.blogsport.eu
http://mietrebellen.de